Datenbank›Lebewesen›Hekaton-Manteltier
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*Hekaton tunica*. Benannt nach den hunderthändigen Hekatoncheiren der griechischen Mythologie. Ein Komplex von Organismen, die eine kompetitive Geschlechtsdifferenzierung durchlaufen. 1. Anatomie Jede Pore auf der Oberfläche des Hekatons ist der Mund eines Manteltiers, eines komplexen, sich durch Filtrieren ernährenden Tieres. Die verzweigte Struktur der Kolonie ermöglicht jedem Manteltier den Zugang zum Wasser, damit es atmen und fressen kann. Jedes Manteltier bildet eine flexible, semi-harte Polyvinyl-Schale aus, die mit den Mänteln der Nachbarn verschmilzt und so die gesamte Kolonie verteidigt. 2. Wachstumsmuster Analysen deuten darauf hin, dass die Kolonie als einzelner Stamm identischer Manteltiere beginnt, die von einem einzigen Embryo geklont werden. Erfolgreichere Manteltiere werden groß und geschlechtsreif, gründen neue Arme der Kolonie und entwickeln ihre eigenen Eier. Weniger erfolgreiche Manteltiere werden an die Enden der Arme getrieben, wo sie schrumpfen und eine blaugrüne Biolumineszenz entwickeln. 3. Virale Reproduktion Die weniger erfolgreichen Manteltiere setzen keine Spermien frei. Stattdessen werden sie stark von einem großen RNA-Virusstamm im Meerwasser infiziert. Der größte Teil des Manteltier-Genoms besteht aus Kopien dieses Virus, die durch retrovirale Aktion eingefügt werden. Wie das Hekaton-Manteltier Eier befruchtet, ist daher unklar – es scheint keine Samenzellen zu haben. Bewertung: Fortpflanzungsrätsel. Weitere Updates werden erwartet.