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*Gorgon Kryphakous* oder Lauschgorgonie. Eine Weichkoralle mit mattolivfarbenen Filamenten. Ein räuberischer Nahrungsfiltrierer, der sich wie Seetang in der Strömung wiegt. Nicht als feindselig oder schädlich für Menschen bekannt, steht aber unter Beobachtung (siehe Anmerkungen unten). 1. Geräuschempfindlich Die Untersuchung der Basalfilamente der Lauschgorgonie offenbart ein Netz aus vibrationsempfindlichen Zilien, die in ihrem weichen, gallertartigen Kern verborgen sind. Diese können Bewegungen im Wasser mit einer Auflösung erkennen, die sonst nur bei den Luftstromsensoren der Klippflügel-Mücken auf Kepler-22b zu finden ist – mit ihnen kann sie unter Wasser Flossenbewegungen in mehreren Kilometern Entfernung wahrnehmen. 2. Reaktive Orientierung Zunächst schien die Lauschgorgonie inaktiv zu sein, aber ihre Bewegungen sind einfach zu langsam, um wahrgenommen zu werden. Es wurde beobachtet, dass sie sich mit der Zeit auf bestimmte Niederfrequenzschwingungen ausrichtet. Dies tut sie auch dann, wenn in dieser Richtung weniger Nahrung vorhanden ist. 3. Lautlos. Gorgon kryphakous besitzt keine schwingungserzeugenden Organe. Sie sendet keine wahrnehmbaren Signale aus – keine chemischen Ausscheidungen und keine Biolumineszenz. Sie ist in sämtlichen bekannten Kommunikationsspektren lautlos. BEWERTUNG: Erfordert weitere Analysen. Eine führende Hypothese deutet an, dass die Lauschgorgonie einst die niederfrequenten Schwingungen einer riesigen, langsam beweglichen marinen Spezies verfolgt hat – die heute möglicherweise ausgestorben ist oder noch unentdeckt in den tieferen Zonen der Ozeane von Proteus lebt. Wenn dem so ist, bleibt die Frage offen, ob sich diese Eigenschaft als Reaktion auf einen ökologischen Partner entwickelt hat ... oder als eine Bedrohung.